Lösung der
Problemschachaufgabe

 

Heidelberger Tageblatt, 1960

Matt in sieben Zügen
 

 

1.Kb2! Kg1 2.Kc1 Kf(h)1 3.Kd1 Kg1 4.Ke1 Kh1 5.Kf2 Kh2
6.Td3: Kh1 7.Th3#
 

 

Dazu der Kommentar des Autors:

 

 

Nähert sich der wK auf der ersten Reihe sofort mit 1.Kc1? sofort dem sK, so gerät Weiß nach 1. ... Kg1 2.Kd1 Kf1 (oder 2. ... Kh1 3.Ke1 Kg1) in Zugnot. Mit dem nachträglichen Tempoverlust durch 3.(4.)Ta,b2 d2 4.(5.)Td2: würde er erst im 8. Zuge mattsetzen, ebenso mit dem Versuch, nach 1.Kb2 Kg1 mit 2.Kc3 3.Kd3: dem sK von der 3. Reihe aus nachzusetzen. Zum Ziel kommt Weiß aber trotzdem mit 1.Kb2 , indem er nach 1. ... Kg1 mit 2.Kc1 den durch diesen Umweg für ihn entstandenen Tempoverlust zur rechtzeitigen Herbeiführung der für eine pattvermeidende (Cheney-) Verstellung benötigten Fernopposition nutzt.

Zugleich handelt es sich hier um ein Zugwechselproblem mit einem Wartezug als Schlüssel.

 

Entnommen dem Buch:

Werner Speckmann, „Schachmatt in 4 und mehr Zügen", 2. Auflage 2001, Nr. 345
(Das
elektronische Schachbuch findet sich hier)

 

www.problemschachbuch.de